2021-12-13 14h34 News - Positive Bilanz im Tierpark

Bürgermeister Marco Jahns schließt mit der leitenden Tierpflegerin Christin Trapp eine Patenschaft über einen Steppenfuchs ab.

Zuwachs bei den Alpakas – Grimmens Tierpark blickt hoffnungsvoll in die Zukunft

Der Heimattierpark ist aus dem Grimmener Stadtbild ebenso wenig wegzudenken, wie der Wasserturm oder das Rathaus. Klar, der Tierpark hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder neu entdecken müssen – mal aus zoologischen mal aus strukturellen Gesichtspunkten – aber ein Hingucker und Naherholungsort ist er allemal. Auch ohne Tiger oder andere Exoten.

Coronabedingt durchlebt der Grimmener Heimattierpark, wie andere zoologische Einrichtungen auch, aber gerade schwere Zeiten. Und als wenn Corona nicht schon genug wäre, schlug im Februar auch noch die Vogelgrippe zu. In deren Folge mussten etwa 40 Tiere gekeult werden und die Türen. Länger als gehofft, verschlossen bleiben. Im Januar, Februar, März und bis zum 21. April setzte nicht ein Besucher seinen Fuß in das liebevoll angelegte Areal. Doch all diesen Ereignissen zum Trotz, kann der Grimmener Heimattierpark hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

2021 wurden knapp 38.000 Besucher gezählt. Für eine so lange Schließzeit eine durchaus respektable Zahl. Und mit Einnahmen in Höhe von rund 40.000 Euro wurde ein neuer Kassenrekord erzielt. „Dafür wollen wir uns bei allen Besuchern, egal ob Groß oder Klein, recht herzlich bedanken“, so Tierparkchefin Christin Trapp. Auch wenn viele der geplanten Tierparkfeste ausfallen mussten, gab es Grund zur Freude. Der Landeszootag und das Familienfest konnten mit einer sehr guten Resonanz durchgeführt werden. Der Besucherstärkste Tag in diesem Jahr war der Pfingstsonntag. Und auch der Verkauf von Jahreskarten geht Stück für Stück voran. Aktuell sind es 135. Vielleicht wäre das auch eine Anregung für den Gabentisch. Die Jahreskarten kosten 20 Euro für Erwachsene und 10 Euro für Kinder. Man kann sie direkt im Tierpark kaufen. Übrigens der Tierpark hat auch eine kleine Souvenirshop. Dort gibt es T-Shirts, Plüschtiere sowie Anhänger, Magnete und Tassen mit Tiermotiven.

Wer etwas ganz besonderes für den Heimattierpark und seine Bewohner tun möchte, kann auch eine Tierpatenschaft abschließen. Davon würden besonders der Nachwuchs bei den Alpakas, Schafen, Ziegen, Lämmern oder Schweinen profitieren. Aber auch die Neuzugänge. Z.B. die vor wenigen Tagen angeschafften Steppenfüchse (Korsak). Die kann man aktuell im ehemaligen Tigergehege / Nasenbärengehege bestaunen. „Die Nasenbären waren bei den Besuchern sehr beliebt, sind aber leider altersbedingt verstorben. Pech hatten wir auch mit unseren zwei neuen Kängurus. Bereits eine Woche nach der Ankunft, wurde ein Jungtier vom Fuchs geholt. Wir haben darauf hin das Zweite an den Tierpark Greifswald abgegeben“, berichtet die Tierparkchefin. Es fehle ein fuchssicherer Außenzaun, so Trapp.

Aber den zu bauen, macht jetzt auch keinen Sinn mehr. Der Heimattierpark steht vor einer großen Umbauphase. Die wird einige Jahre in Anspruch nehmen und bereits Ende 2022 beginnen. Für über 9 Millionen Euro soll der Zoo und das angrenzende Areal am Schwanenteich komplett neu gestaltet werden. Neben modernen und begehbaren Volieren, einem Warmhaus für Affen und einem Afrikabereich sollen auch Übernachtungsmöglichkeiten in sogenannten „Heuhotels“ geschaffen werden. Außerdem ist auf dm Gelände eine gastronomische Einrichtung geplant, die nicht nur von Tierparkbesuchern genutzt werden kann.

Für Bürgermeister Marco Jahns ist der Tierpark eine wichtige Infrastruktureinrichtung der Stadt. Der Heimattierpark soll zukünftig als moderner und lehrreicher Naherholungsort eine überregionale Bedeutung erhalten. „Wir sind als Stadt von dem Projekt überzeugt und nehmen deshalb mit einem Eigenmittelanteil von über 1 Million Euro auch viel Geld in die Hand. Gut angelegtes Geld“, so Jahns. Wie wichtig ihm der Tierpark ist, zeigte der Bürgermeister auch gleich mit der Übernahme einer Tierpatenschaft für einen der Steppenfüchse. Die kostet für ein Jahr 100 Euro.

Der Tierpark der Stadt Grimmen wurde 1957 im Rahmen der 670 Jahrfeier eröffnet. Wildgehege prägten anfänglich das Bild des Parks. Später entstand eine bunte Mischung aus vielen verschiedenen Tieren. Heute leben im Tierpark etwa 250 Tiere in 35 Arten. Der Grimmener Naherholungsort ist ca. 2,6 Hektar groß.